
Ski, Schuhe und TURNAMIC-Bindungen als abgestimmte Einheit – wir zeigen, was das Fischer Race-System kann und für wen es sich lohnt.
Fischer räumt ab der Saison 2025/26 sein Langlauf-Portfolio auf. Sämtliche Race-Produkte laufen künftig unter dem Namen Speedmax. Die Unterscheidung erfolgt über Nummern: Der Top-Rennski heißt Speedmax 100, der Top-Schuh Speedmax 9.
Das einheitliche Race-Design in Schwarz, Neongelb und dem neuen Racing Teal macht die Zugehörigkeit zur Linie sofort erkennbar. Wichtiger als die Optik: Technologien wie Air Core, Cold Base Bonding und Gliding Sidewall, die früher nur den absoluten Topmodellen vorbehalten waren, ziehen sich jetzt breiter durch die Linie.
Das Herzstück der Speedmax-Ski ist eine Wabenstruktur mit über 80 % Luftanteil, verstärkt durch hochmodulare Carbonfasern.
Weniger Pendelmasse bedeutet höhere Frequenzen beim Skating und direkteren Abdruck im Classic – setzt aber saubere Technik voraus, weil der Ski Fehler weniger schluckt.
Cold Base Bonding verbindet den Belag kalt mit dem Kern. Das erhält die homogene Molekularstruktur des Belagmaterials und verbessert sowohl die Wachsaufnahme als auch die Schleifbarkeit.
In der Praxis heißt das: bessere Gleitwerte.
Die Gliding Sidewall ist eine dünne, strukturierte Belagsschicht an den Seitenwangen. Sie lässt sich mit Flüssigwachs behandeln und reduziert die Reibung an den Kanten.
Ein Detail, das bei hohem Tempo messbar wird.
Die größte Neuerung bei den Schuhen ist der Speedmax 9 Skate RL BOA (analog im Classic). Das Zwei-Zonen-BOA-System ermöglicht über zwei Drehknöpfe (Dials) eine getrennte Verstellung von Fersen- und Vorfußbereich – in feinen Abstufungen und auch bei geschlossenem Schuh. Für Marathons und Massenstarts ist das ein echtes Praxisplus: Nachstellen bei Kälte oder bei anschwellendem Fuß geht in Sekunden.
Der tiefere Stand durch neue Carbonteile und eine neue Sohle senkt den Schwerpunkt, was die Stabilität erhöht. Das neue Chassis verbessert die Torsionskontrolle – der Ski fühlt sich direkter an. Die breitere Zehenbox folgt modernem Schuhbau, wie er im Lauf- und Radsport bereits üblich ist.
Für Läuferinnen gibt es mit den Speedmax WS-Modellen Varianten auf einem speziellen Leisten: etwas mehr Volumen am Rist, schmalere Ferse.
Die TURNAMIC-Worldcup-IFP-Bindungen im Speedmax-System sind das verbindende Element zwischen Schuh und Ski. Sie lässt sich werkzeuglos auf der IFP-Platte in typischerweise sieben Rasterpositionen verschieben.
Das klingt nach kleinem Detail, ist aber ein seriöser Performance-Hebel: Weiter vorne montiert bringt mehr Grip (hilfreich im Classic bei Steigungs-Passagen oder im Skating bei weichem Schnee). Weiter hinten montiert verbessert das Gleitverhalten.
Die FLOWFLEX-Technologie ermöglicht ein flexfreies Durchbiegen des Skis unter der Bindung und erhält so das natürliche Spannungsverhalten. Die Worldcup-Bindungen im Speedmax-System wiegen rund 105 Gramm pro Stück und sind auf maximale Kraftübertragung optimiert.
Fischer positioniert Speedmax explizit als System, bei dem Geometrie, Flex und Anbindung aufeinander abgestimmt sind. Ultraleichter Ski plus torsionssteifes Schuhchassis plus direkte TURNAMIC-Kopplung plus fein justierbare Bindungsposition – das Zusammenspiel dieser Komponenten zeigt sich vor allem bei hohem Tempo und in technisch anspruchsvollen Passagen.
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