„Wie ein Puzzle aus Funktion und Style“: Designer Axel Enqvist im Interview über die neue Bergans Oppdal Kollektion
Eine Skikollektion zu entwerfen, die sowohl auf der präparierten Piste als auch im tiefen Powder funktioniert, ist die Königsdisziplin. Bergans hat mit der „Oppdal“ Linie genau diesen Spagat gemeistert. Aber wie entsteht so ein moderner Klassiker eigentlich? Wir haben bei Axel Enqvist, dem Designer hinter der Kollektion, nachgefragt.
Inhaltsverzeichnis
  • Das Erbe: Wenn Tradition auf Innovation trifft
Das Erbe: Wenn Tradition auf Innovation trifft
Axel Enqvist hat die Kollektion modernisiert.
Die Oppdal-Kollektion ist kein Neuling. „Die erste Version von Oppdal kam bereits 2011 auf den Markt und hat sich seitdem stark weiterentwickelt“, erzählt Axel gleich zu Beginn. Für ihn als Designer ist diese Historie ein Geschenk, aber auch eine Verpflichtung.
Er beschreibt die neue Kollektion als eine Symbiose: „Ich betrachte diese Kollektion als eine Kombination aus dem umfangreichen Wissen aus früheren Kollektionen – wie man Skifahrer auf der Piste schützt, warm hält und ihre Leistung optimiert – kombiniert mit modernen Lösungen und Innovationen.
Es geht also nicht darum, das Rad neu zu erfinden, sondern es für die „sich wandelnden Anforderungen einer neuen Generation“ perfekt laufen zu lassen.
Entdecke die Kollektion
Die Farb-Revolution: Schluss mit Neon
Ein Thema, das Axel besonders am Herzen liegt, ist die Optik. Wer an Skikleidung denkt, hat oft grelle Signalfarben im Kopf. Doch genau davon wollte sich das Design-Team lösen. „Die Farbauswahl ist immer interessant, da man die Farben schon so früh im Design-Prozess auswählen muss“, erklärt er.
Seine Vision für Oppdal war radikal anders: „Wir wollten uns etwas von den ‚klassischen‘ leuchtenden Pistenfarben entfernen und sie zu einer eher erdigen Farbpalette abmildern.“ Warum? Weil Skikleidung heute mehr sein muss als reine Sportuniform. „Ich finde das Ergebnis sehr frisch und hoffe, dass die Farben dazu beitragen, dass die Produkte auch außerhalb der Skipisten zum Einsatz kommen“, so Axel.
Design-Prozess: Skifahren ist wie Wandern – nur komplexer
Auf die Frage, wie sich das Entwerfen von Skimode von anderer Outdoor-Kleidung unterscheidet, zieht Axel einen spannenden Vergleich: „Theoretisch ähnelt es sehr dem Entwerfen einer Wanderkollektion: Man hat ein Problem oder eine Herausforderung, die man bestmöglich lösen muss.“
Doch beim Skifahren ist der Spielraum enger. „Die Aktivitäten Skifahren und Snowboarden stellen sehr spezielle Anforderungen in Bezug auf Beweglichkeit, Funktion und Haltbarkeit“, betont er. Die Liste der „unverzichtbaren“ Funktionen ist lang. Für Axel ist das keine Einschränkung, sondern eine willkommene Struktur: „Als Designer schätze ich diese Arbeitsweise sehr, da ich so einen konkreten Rahmen habe, in dem ich arbeiten kann.“
Das Material-Konzept: Zwei Wege zum Ziel
Um möglichst viele Skifahrer abzuholen, hat sich Axel für eine zweigleisige Strategie entschieden. Im Interview erklärt er die beiden „Hauptqualitäten“ der Kollektion:
Die Komfort-Lösung (2-lagig):
„Nummer 1 ist ein weiches und flexibles 2-lagiges Material, das mit einer Isolierung für kältere Tage auf der Piste kombiniert ist.“
Die Profi-Lösung (3-lagig):
„Nummer 2 ist ein robustes 3-lagiges Material, das sich gut zum Kombinieren eignet und für extremere Bedingungen geeignet ist.“
Das große Puzzle: Funktion trifft Ästhetik
Wie schafft man es, dass eine Jacke mit so vielen technischen Features nicht aussieht wie ein Roboter-Anzug? Für Axel ist das wie ein komplexes Puzzle. „Man beginnt immer mit den wesentlichen Funktionen, die vorhanden sein müssen“, erklärt er den Prozess. „Dann ist es wie bei einem Puzzle, bei dem man sicherstellen muss, dass das Produkt sowohl für sich allein als auch zusammen mit dem Rest der Kollektion funktioniert.“
Es geht um Balance. „Letztendlich kommt es vor allem darauf an, die richtige Balance zwischen Proportionen, Farbkombinationen und Funktionen zu finden, um ein harmonisches Produkt zu erhalten, das sowohl gut aussieht als auch funktional ist.“
Für wen ist Oppdal gemacht?
Axel hat eine klare Vorstellung von seiner Zielgruppe: „Oppdal richtet sich an alle, die gerne auf die Piste gehen.“ Doch er schränkt das nicht ein. Zwar ist die Kollektion „in erster Linie für das Skifahren mit Liftanlagen konzipiert“, aber sie kann mehr. „Wir haben dafür gesorgt, dass die Produkte auch für abenteuerlustige Skifahrer, die gerne das Hinterland und weniger vorhersehbare Bedingungen erkunden, optimal geeignet sind.“
Und selbst abseits der Bretter sieht er Einsatzmöglichkeiten: „Wer im Winter gerne Schneeschuhwandern, Rodeln oder Wandern geht, ist natürlich mit den Oppdal Produkten auch bestens ausgestattet.“
Härtetest in Hemsedal: Vom Design-Tisch in den Schnee
Ein Designer, der nur am Schreibtisch sitzt? Nicht bei Bergans. Axel bestätigt: „Ja, natürlich.“ Sie haben Testmuster erhalten und diese im norwegischen Hemsedal auf Herz und Nieren geprüft. „Wir haben ein paar Tage dort verbracht und auch einige Skitouren in die nahe gelegenen Berge unternommen“, erzählt er.
Diese Praxis-Tests sind durch nichts zu ersetzen. „Dabei haben wir viele wertvolle Erkenntnisse gewonnen, die wir in die Endprodukte einfließen lassen konnten.“ Das Ergebnis scheint ihn überzeugt zu haben: „Ich freue mich schon sehr darauf, die fertigen Oppdal Produkte diesen Winter beim Skifahren zu tragen.“
Fazit
Das Gespräch mit Axel Enqvist zeigt: Die Oppdal Kollektion ist kein Schnellschuss, sondern das Ergebnis jahrelanger Erfahrung und echter Leidenschaft für den Wintersport. Sie ist technisch durchdacht wie eine Hochtouren-Ausrüstung, aber optisch so entspannt und „erdig“, dass sie auch im Alltag funktioniert.
Ein echter Alleskönner – genau wie sein Designer es beabsichtigt hat.
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